Ausflug Pesenbachtal, Kraftplatz Wanderung, Tipps

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Auf den Spuren heilender Kräfte im Naturschutzgebiet des Mühlviertels

Ein schöner Ausflug führt in das wildromantische Pesenbachtal im Mühlviertel, Oberösterreich. Ich habe es bei meinem Aufenthalt im Curhaus Bad Mühllacken als besonderes Naturjuwel und Kraftort entdeckt.

Pesenbachtal – Kraftplatz Wanderung Tipps

Den Ursprung des Pesenbachs bilden zwei Quellbäche. Sie sprudeln durch das klammartige Tal bis er schließlich nach 34 km in die Donau mündet. Wegen seiner Naturphänomene, Felsformationen, Heilpflanzen und seltenen Tierarten (Smaragdeidechse und Äskulapnatter sind hier heimisch) wurde das Pesenbachtal zum ersten Naturschutzgebiet des Mühlviertels ernannt.

Naturschutzgebiet Pesenbachtal mit Wildbach

Die Kraftplätze sind Orte besonderer Energien, die auf unterschiedlichen Ebenen von Körper, Geist und Seele besonders spürbar sind. Im unteren Pesenbachtal erwarten die Wanderer „Erlebnisstationen“, die die fünf Kneipp-Säulen der Gesundheit mit allen Sinnen erfahrbar machen und die Energieorte der alten Kraft- und Kultplätze nützen.

Kult- und Heilorte im Pesenbachtal

Die leichte Wanderung dauert ca. 1 Stunde und führt an 23 Stationen vorbei. Die Kraftorte sind markiert und beschildert. Der Ausgangspunkt liegt im Kurpark von Bad Mühllacken. Tafeln mit Anleitungen zu Übungen und Rituale bieten Entspannung. Sie sollen die Wahrnehmung verfeinern und in Kontakt mit den Lebens- und Heilkräften der Natur bringen.

Wildbach mit Steinen in grüner Natur

Der Weg führt im unteren Abschnitt entlang des plätschernden Wildbaches. An manchen Stellen gibt es kleine Wasserfälle, wo das Wasser sich gurgelnd seinen Weg zwischen den größeren Steinen sucht. Es tut gut, einfach mal Innezuhalten und den Geräuschen der Natur, dem Rascheln der Bäume, dem Gezwitscher der Vögel oder der harmonischen Ruhe zuzuhören! An manchen Stellen bilden sich Tümpel und man kann zum erfrischenden Wassertreten hineinsteigen.

Die Felsformationen auf den Hügelkuppen bildeten in vorchristlicher Zeit typische Kult- und Heilorte, die auf starken Kraftorten errichtet wurden. Es gibt archäologische Funde und mehrere Sagen, die auf Kulte und eine Heiltradition weiser und heilkundiger Frauen am Pesenbach hinweisen.

Felsformationen im Urwald Pesenbachtal Mühlviertel
Kraftplatz und Kultplatz aus vorchristlicher Zeit
  • Kurpark: geomantische Analysen weisen darauf hin, dass dieser Ort in früheren zeiten als Ritual- und Tanzplatz genutzt wurde.
  • die Schwelle
  • Juliusbründl: die Quelle ist nach einem Kind benannt, Julius Lamla der 1875 starb. Der Sage nach war dieser Ort möglicherweise der Eintrittsort in den vorchristlichen Heilbezirk. Der Ort wird auch als „Augenbründl“ genannt, da das Quellwasser als heilend beim Augenwaschen empfunden wird.
  • Klausbachdachl
  • Waldandacht: ein Ort der stillen Andacht. Hier mündet der Tiefenbach in den Pesenbach.
  • Brunoquelle: diese Quelle ist eine Marienquelle mit heilkräftigem Wasser, das eisen- und manganhältig ist. Sie wurde 1364 erstmals urkundlich beschrieben. Der Kraftplatz befindet sich direkt vor der Kapelle und der Ritualplatz liegt an der Schwengelpumpe.

Die Sage zur Brunoquelle:

Auf einem Kreuzzug kam Ritter Siegmund von Schaunburg in Gefangenschaft der Sarazenen. Sein Knappe Bruno machte sich allein auf den Heimweg. Nach langen Entbehrungen erblickte er von einer Anhöhe die Schaunburg, doch verwundet und geschwächt durch unheilbaren Aussatz sank der Knappe kraftlos nieder. Da erschien ihm die Hl. Jungfrau mit dem Kinde Jesu, wies auf die Quelle hin und sprach: „Sei unverzagt“ Dieses Wasser wird dich von deiner Krankheit heilen.“

Quelle: Wege der Heilung, Curhaus Bad Mühllacken,
  • Gaißkirche
  • Prälatensteig
  • Nymphenhain: die Plätze vor den Steinen wirken auf Intuition und Imagination, die Plätze auf den Steinen auf die Inspiration. Der Hain eignet sich besonders gut, um zu deinen wirklichen Wünschen und Anliegen vorzudringen.
  • Verwerfung: hier kreuzen sich zwei geologische Gesteins- und Erdzonen, die durch tektonische Bewegung oder Erdbeben entstehen. Dabei kommt es zu besonderen energetischen Wirkungen, welche Erdstrahlen verstärken mit biologisch aktiven Frequenzen, die auf Menschen wirken können.
  • Grüner Tümpel: ein Platz mit hoher Energie. Teiche, Tümpel und Strudel galten in vorchristlicher Zeit als Übergänge in die Anderswelt. Dieser Kontakt war nur für dafür Ausgebildete erlaubt. Normal Sterbliche durften mit dem Göttlichen nicht in Berührung kommen.
  • Schwarze Klamm
  • Floßtümpel
  • Floßgasse: ist nicht zugänglich.
  • Sunntümpel: an dieser Stelle scheint die Sonne länger als an anderen Orten der Klamm. Deshalb ist die energetische Wirkung der Sonne an diesem Platz besonders stark.
  • Bachstelzenstein: ist nicht zugänglich.
  • Blauer Tümpel: zusammen mit den beiden Wasserfällen ist der Tümpel ein starker Naturwesenplatz. Einer Sage nach durfte dieser Abschnitt des Tales nur von hohen heidnischen Priestern oder Priesterinnen betreten werden um in den geheimnisvollen Tümpeln und Strudeln ihre rituellen Handlungen vom Sonnnenuntergang bis zum Tagesanbruch durchzuführen.
  • Blaue Gasse
  • Steinernes Dachl
  • Gelbe Tümpel
  • Teufelsboding
  • Blockheide
  • Kerzenstein: diese hohe Felsformation ist sozusagen das Wahrzeichen. des Tales. Der Fels ist 12 Meter hoch. Geomantische Analysen lassen vermuten, dass der Kerzenstein in vorschristlicher Zeit bis ca. 1000 n.Chr. ein regionales Naturheiligtum war. Er diente als Heilplatz für den Fruchtbarkeitskult und als Initiationsplatz für Mädchen.
  • Fürstberger
  • Schlagerwirt
Urwald mit Bäumen und Felsen
Urwald des Naturschutzgebietes

Heute wird die Heilkraft des Tales in die Traditionelle Europäische Heilkunst des Kneipp Traditionshauses Bad Mühllacken miteinbezogen.

hohes Felsgebilde inmitten von Natur im Pesenbachtal
Kerzenstein (Bild copyright TV Feldkirchen a.d. Donau/)

Einkehr-Tipp

Bei der letzten Station der Kraftplatz-Wanderung angekommen, kann man beim Schlagerwirt gemütlich einkehren und sich mit regionalen Köstlichkeiten vom Bauernhof stärken. Geöffnet Donnerstag bis Sonntag.

Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmittel: der Postbus Linie 200 fährt vom Busterminal am Hauptbahnhof Linz direkt zum Curhaus Bad Mühllacken, dem idealen Ausgangspunkt ins Pesenbachtal. Fahrtzeit ca. 45 Minuten.

Mehr Ausflugs- und Wandertipps für’s Mühlviertel

Ein weiterer Tipp für ein Ausflugsziel im Mühlviertel ist die wildromantische Wolfsschlucht bei Bad Kreuzen. Auch dieser Ort hat außer seiner wunderschönen Natur zum Wandern noch eine besondere Geschichte zu bieten. Darüber mehr in meinem Beitrag über Bad Kreuzen Wolfsschlucht.

Und last but not least noch einige Buch-Empfehlungen für die schönsten Kulturwanderwege Österreich voll Genuss.

Text und Fotos „Pesenbachtal“, copyright by Sissi Munz

(Quelle: „Kraftplatzwanderung im Pesenbachtal“, Curhaus Bad Mühllacken)

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