Die Moldau entlang, entdecke Südböhmen!

17:00 | | Comment 1

Vom Herkunftsort des Budweiser-Biers, über die Moldau-Schifffahrt zu  imposanten Burgen und Schlössern. Eine eindrucksvolle Reise durch Südböhmen.

(*Pressereise, unbezahlte Werbung*)

Der Ausgangspunkt für diese journalistische Pressereise ins tschechische Südböhmen und das Moldau-Gebiet war in Budweis (České Budĕjovice). Die Stadt ist das Zentrum der Region Südböhmen. Es gibt wohl keinen Bier-Liebhaber, der beim Namen „Budweiser“ nicht schon die Bierschaumkrone vor Augen hat oder vielmehr Durst auf dieses kühle Hopfengetränk verspürt. Budweis ist selbst einer Nicht-Biertrinkerin wie mir als Hochburg der tschechischen Bierkultur bekannt. Südböhmen entdecken entlang der Moldau

Für die bevorstehende Weiterreise stärken wir uns schon mal im gemütlichen Brau-Lokal. Ein kühles Blondes, ein deftiges tschechisches Gulasch mit böhmischen Knödeln und dann geht’s auf Erkundung!

Südböhmen entdecken entlang der Moldau

Wer außer Bierbrauerei sich für kulturelle Sehenswürdigkeiten interessiert, dem sei der Besuch des Wasserturms empfohlen. Der historische Turm in der Nähe der Moldau diente über Jahrhunderte als bedeutende Wasserversorgungs-Anlage der Stadt und ist eine Besichtigung wert.

Ahoi! Zur Moldau Schifffahrt

Nach Budweis ging’s zum Mini-Hafen České Vrbne. Von hier starteten wir unsere kleine Moldau-Schifffahrt. Die Moldau ist der längste Fluss, der durch Tschechien fließt. Der Moldau entlang, entdecke Südböhmen!Er ist zugleich größter Nebenfluss der Elbe. In früheren Zeiten war er ein bedeutender Handelsweg für den Salz-Transport. So wurde im Laufe der Jahrhunderte die Handelsschiffahrt immer mehr ausgebaut.

Und wer denkt beim Namen „Moldau“ nicht an die romantische Sinfonie des berühmten Komponisten Smetana? Der Lauf der Flusses bot die Vorlage dafür. Die Schifffahrt führte uns über mehrere Staufstufen und durch Fluss-Schleusen. Der Bau dieser Vorrichtungen war nötig um damit über das ganze Jahr hinweg eine konstante Wassertiefe von 2 Metern gewähren zu können.

Nächste Ankunft in Hluboká (Frauenberg). Was erwartete uns dort Eindrucksvolles? Die Romantiker werden bei diesem Anblick garantiert begeistert sein!

Der Moldau entlang, entdecke Südböhmen!

Märchenhafte Schlösser und Burgen

Schloss Hluboká nad Vlatavou

Das ist (m)ein Traumschloss! Schon vom Fluss aus sieht man das prachtvolle Schloss auf einem Hügel thronen. Weiße Mauern und Zinnen, Türme und Erker inmitten eines Parks gelegen. Ich fand mich wie in einem Märchen – einfach Romantik pur! Der Moldau entlang, entdecke Südböhmen!Das gesamte weitläufige Anwesen wurde nach dem Vorbild der Landsitze der englischen Könige in Windsor gebaut. Einst gehörte es über drei Jahrhunderte der fürstlichen Familie Schwarzenberg. Die ehemalige Fürsten-Residenz wurde vorwiegend in der herbstlichen Jagdsaison genützt. Da war es dann Mittelpunkt des gesamten europäischen Adels bis 1939. Im Zweiten Weltkrieg übernahm das Schloss die Gestapo. Heute ist es im staatlichen Besitz. In der ehemaligen dazugehörigen neugotischen Reitschule befindet sich heute ein bedeutendes Kunstmuseum. Im Sommer findet dort das Kammermusikfestival „Musiksommer Hluboká“ statt. Schloss Hluboká kann Dienstag-Sonntag besichtigt werden.

Burg Orlik (Worlik)

Um zum nächsten Schloss zu gelangen, müssen wir den Orlík Stausee überqueren. Hier fährt man unterhalb der „Zíkovská“ (Zwillings)-Brücken durch. Sie gehören zu den ersten Brücken, die durch Betonguss erbaut wurden. Bald darauf tritt die Moldau in den 68 Kilometer langen Staubereich der Orlik-Talspresse ein, ehe von links der Fluss Otava mündet.

Der Stausee ist nach dem Wasservolumen der größte Stausee in Tschechien. Er bildet eine der Stufen der sogenannten Moldau-Kaskade.

Der Name „Orlík“ bedeutet soviel wie Adlernest. Wenn man sich auf dem Wasserweg der Burg nähert, ist es besonders eindrucksvoll! Dann versteht man schnell, warum der Ort diesen Namen erhalten hat.Der Moldau entlang, entdecke Südböhmen!Orlik thront auf einem hohen Felsen über dem Stausee. Ursprünglich war sie auf einem Felsen 60 Meter über dem Wasser. Sowohl der Felsen als auch die Vorburg verschwanden im 20. Jahrhundert durch den dort künstlich angelegten Stausee. Nach dem Bau der gleichnamigen Talsperre in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Tal unter dem Schloss überschwemmt und so steht es heute nur wenige Meter über dem Wasserspiegel. Ihr imposantes Aussehen ging dabei aber nicht verloren. Heute handelt es sich um ein Wasserschloss. Der Felsen unterhalb des Schlosses musste aufwendig mit Beton verstärkt werden.

Die ursprüngliches Burg Orlík wurde als königliche Holzburg in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gegründet. Sie sollte als Schutz einer Furt dienen. Später erst wurde sie zu einer steinernen gotischen Burg ausgebaut. Im 18. Jahrhundert erlebte sie ihre Blütezeit unter dem damaligen Fürsten Schwarzenberg. Sie ist auch heute noch im Privatbesitz der Familie Schwarzenberg. Nur mehr ein kleiner Teil wird von der Familie privat genützt. Das Innere von Burg Orlik kann in einer ca. einstündigen Führung besichtigt werden. Ebenso wie im Schloss Hluboka kann man hier auch Interessantes über das Leben des Adelsgeschlechts erfahren. – Auch die weitläufige Umgebung, das zu dem gesamten Anwesen gehört, ist wunderschön für einen Spaziergang.

Burg Zvikov

Am Zusammenfluss von Moldau und Otava (Wottawa) liegt die Burg Zvikov. Der Platz für diese Burg war einst strategisch klug gewählt. Er lag an einem wichtigen Handelsweg. Der ehemalige Adelssitz der ersten böhmischen Könige erlebte seine größte Bedeutung im 14. Jahrhundert unter der Herrschaft von Karl IV. im 20. Jahrhundert wurde eine Talsperre an den beiden Flüssen errichtet. Somit wurde der hohe Felsen unter der massiven Burg sowie die Vorburg überflutet. Der Moldau entlang, entdecke Südböhmen! ReisenDie Mauern des Wohnturms sind recht imposant. 3 Meter dicke Mauern aus Steinquadern hielten allen feindlichen Angriffen Stand.

Die Böhmen-Reise geht weiter. In einem der nächsten Berichte werde ich über das romantische Städtchen Pisek erzählen und über die interessantesten Orte in der Region Ost-Böhmen. Ich war beeindruckt, was es dort alles zu entdecken gibt.

Natürlich nicht zu vergesen die großartige Hauptstadt Tschechiens! Lasst euch inspirieren für euren nächsten Städtetrip und schaut in diesen PRAG-Beitrag mit meinen Tipps.

Tipps

Unterkunft und Restaurant: im verträumten Örtchen Hluboká unterhalb des Schloss-Hügels liegend das Hotel Pdhrad. Im dazugehörigen Restaurant speist man ausgezeichnet.

INFOS zum Reisen

Kostenloses Info-Material und Auskünfte gibt gerne die Tschechische Zentrale für Tourismus.


Diese Pressereise wurde freundlicher Weise durch die Tschechische Zentrale für Tourismus ermöglicht und zur Verfügung gestellt.

Text und Fotos ©Sissi Munz

 

Comments

  1. Sieragowska sagt:

    Märchenhafte Schlösser und Burgen!!!
    das stimmt!!!
    🙂 Anna

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