Basenfasten in Bad Mühllacken, Genuss-Tipps

21:00 | | No Comment

Neue Leichtigkeit im Leben durch Detox, Entgiften, Entschlacken

Schon vor Jahrtausenden war Fasten ein Bestandteil von Religionen und in der Naturheilmedizin. Die bewusste Einschränkung, der Verzicht auf „Unnötiges“ soll die Besinnung auf das Wesentliche erleichtern. Oft stehen gesundheitliche Motive im Vordergrund und manchmal dient Fasten ganz einfach zur Gewichtsredutkion oder um ein rundum leichteres Wohlgefühl zu erlangen.

Die Sehnsucht nach einer Auszeit vom Alltag, etwas Balast abzulassen, mit schlechten Gewohnheiten brechen, sich vom Konsumwahn lösen und freiwillig sich reduzieren, das war mein Wunsch! Allerdings ein Fasten ohne zu Darben – ein einfacher, dennoch etwas genussvoller Weg sollte es sein!

Als Fasten-Anfängerin wollte ich die Sache möglichst sanft angehen. So entschied ich mich für ein „Einsteiger-Programm“, das Basenfasten in Bad Mühllacken.

Vertrauensvoll begab ich mich in die Hände des Curhauses Bad Mühllacken im idyllischen Pesenbachtal/Oberösterreich. Dieser Kurbetrieb hat sich auf bewusst-gesunde Ernährung, Fasten und Naturheilkunde spezialisiert.

Eingang zum Kurhaus, Basenfasten in Bad Mühllacken

Basenfasten – Detox in Bad Mühllacken

Beim Fasten arbeitet der Stoffwechsel energiesparend und aktiviert die inneren Selbstheilungskräfte. Das dient der inneren Reinigung des Bindesgewebes, sämtlicher Organe bis ins Gehirn und sensibilisiert die Sinne. Mit „federleichtem Basenfasten“ aus heilsamen Speisen und natürlichen Anwendungen wird der Stoffwechsel in Schwung gebracht und der Körper entgiftet und enschlackt.

Ernährung nach Archetypus

Basisches Essen bildet die Grundlage beim Entgiftungs- und Entsäuerungsprozess. Auf tierisches Eiweiß (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte) wird verzichtet, selbstverständlich auch auf Alkohol und Süßigkeiten. Basensuppen unterstützen den Körper durch Wärme und Wasser. Frischkostsalate und Körner (z.B: Kürbiskern, Hanfkörner) sind erlaubt. Dazu kommt frisches Quellwasser aus der heilsamen Brunoquelle im Pesenbachtal auf den Tisch.

Bei der Auswahl der Speisen wird besonders der individuelle Typus des Fastenden berücksichtigt. Das Essen und die Ernährung wird dabei dem jeweiligen TEM-Archetyp angepasst (Sanguiniker, Phlegmatiker, Melancholiker, Choleriker). Die Speisen sind einfach und gut zubereitet. Schon am Frühstücks-Buffet fand ich eine gesunde Auswahl: warmes, glutenfreies Getreide wie z.B. Quinoa oder Hirse mit Apfelmus oder Kompott, verfeinert mit Zimt oder Mandelmus, frischer Obstsalat mit Nüssen oder Erdmandelflocken. Eine andere Möglichkeit den Morgen gut zu beginnen ist eine pikante Fastensuppe aus leichtem Gemüse. Als Getränk gibt es verschiedenste Tee aus Kräutern und frisch zubereitete Säften. Auf Kaffee sollte man allerdings verzichten.

zwei Gläser mit grünem Detox.Saft
frische Detox-Säfte (Bild by pixabay)

Mittags und Abends kommen leicht zubereitete, köstliche Gemüse- und Getreidespeisen sowie knackige Salate auf den Tisch.

Es ist normal, dass beim Entgiften Beschwerden wie Kopfschmerzen und Unwohlsein auftreten können, was bei mir schon ab dem 2. Tag der Fall war. Daran erkennt man, wie rasch der Körper auf diese Umstellung reagiert. Der Abbau von Schadstoffen und die Anregung des Stoffwechsels setzt ein.

Tees – mit der Kraft der Natur

Mit Kräutertees werden die Ausscheidungsorgane in ihrer Arbeit unterstützt. Die gelösten Schlackenstoffe können so besser aus dem Körper abtransportiert werden. Der Darm wird zur Ausscheidung angeregt und über die Haut werden Säuren abgeleitet.

In den Teebars stehen verschiedenste Fasten- und Heiltees zur freien Entnahme zur Verfügung. Da lässt es sich so richtig gut durchkosten!

Kräutertee-Bar mit Tees in Gläsern
Kräutertee-Bar zur Fasten-Unterstützung

Am Weg zur neuen Leichtigkeit stehen verschiedene Anwendungen auf dem Programm.

Heublumensack

Geht man frühmorgens durch den Hotelbetrieb, weht einem der wunderbare Duft von frischem Heu entgegen. Dann werden die Heublumensäcke vorbereitet, die den Gästen direkt aufs Zimmer gebracht werden. Im Heublumensack befinden sich Blätter, Blüten und Samen von Wiesenpflanzen. Darin sind heilende Wirkstoffe wie Kumarin, Flavonoide und ätherische Öle enthalten. Der Heublumensack wird auf den gewünschten Körperteil aufgelegt, z.B. Rücken oder Leber. Zuvor wurde er über Dampf erwärmt.

Es ist sehr angenehm, dass einem dieser Wickel im Zimmer verabreicht wird, während man gemütlich im Bett bleiben kann. Mit dem aufgelegten Heublumensack wird man in ein Leintuch und eine Decke warm eingewickelt. In den 45-75 Minuten, die man im Bett ruht, entfalten sich die wohltuenden und beruhigenden Wirkstoffe. Danach folgt noch 30 Min. Bettruhe – einfach herrlich zum Dösen! Die Haut und die inneren Organe werden so an der aufgelegten Stelle besser durchblutet. Das wirkt muskelentspannend und regt den Stoffwechsel an.

Reflexologie

Eine spezielle ganzheitliche Massage aus der Traditionellen Europäischen Medizin (wird an der Donau Universität Krems gelehrt) ist die Reflexologie. Mit individuellen, sanften Massagegriffen behandeln Therapeuten die Reflexpunkte des Körpers mit warmen ätherischen Ölen und Kräutern. Diese sind nach dem Archetyp ausgewählt. Damit kommen die Selbstheilungskräfte und Organfunktionen in Schwung, Stauungen und Verkrampfungen werden gelöst.

Einfach die Augen schließen und genießen!

eine Frau bekommt eine Wellness Massage
spezielle Massagen regen Ausscheidungsorgane an (Bild by pixabay)

Ölmassage

Eine Ganzkörper-Massage mit Naturhaarbürsten und erwärmtem Mandelöl fördert die Durchblutung der Ogane. Es wirkt vegetativ berühigend. Das warme Öl sorgt dafür, dass die Schlackenstoffe aus dem Gewebe gelöst werden.

Sauna-Ritual nach dem Archetyp

Es geht nun in den Sauna-Bereich. Zuerst trinkt man einen besondere Kräutertee-Mischung als Vorbereitung. Danach geht’s für ca. 15 Minuten in die Dampfsauna zum Schwitzen. Anschließend kommt das Ganzkörper-Peeling: mit einer Mischung aus Steinsalz, Mandelöl und ätherischem Öl wird der ganze Körper abgerieben. Das regt die Durchblutung an, entfernt abgestorbene Hautschüppchen und macht die Haut samtig weich. Danach abduschen, ausruhen und erst nach 1 Stunde viel Quellwasser trinken. Das entschlackt den Körper.

nach den Anwenungen sind Ruhepausen wichtig

Am Ende meines Aufenthaltes mit Basenfasten und einer Auszeit aus dem Alltagsleben verspüre ich ein neues Lebensgefühl, eine Leichtigkeit. So bin ich guter Dinge, einige der erlernten Tipps aus dem Erfahrungsschatz von Bad Mühllacken in meinen täglichen Leben zuhause mit einzubauen. Sei es nun als eine Art des Anti-Agings oder zum Gesundbleiben.

Basische Bäder & Wickel für Zuhause

Für die einfachen Anwendungen zuhause habe ich einige tolle Tipps mitbekommen. Diese kann jeder ganz leicht und ohne großen Aufwand bei Bedarf durchführen:

Basenbäder helfen bei der Entsäuerung des Körpers. Mit Basensalz (erhältlich in Apotheken und Drogeriemärkten) kann man ein Teilbad, Sitzbad oder ein Fußbad nehmen. Durchführung: die Wassertemperatur sollte ca. 36-37 °C haben. Die Badezeit mind. 30 Minuten dauern. Für ein Vollbad benötigt man ca. 3 Esslöffel Basenpulver (Teilbäder demendsprechend weniger). Während des Bades kann man den Körper mit einer Badebürste in Ausscheidungsrichtung bürsten. Nach dem Bad sollte eine mind. 30-minütige Ruhepause folgen. Am besten ist es also am Abend und danach ins Bett gehen.

Leberwickel lassen sich daheim auch gut anwenden. Dieser Wickel ist besonders wohltuend nach schweren Mahlzeiten und wenn man sich nicht so wohlfühlt. Außerdem ist er ein gute Hilfe zum besseren Einschlafen. Durchführung: im Bett ein Badetuch ausbreiten. Ein Handtuch zuerst in der Breite teilen, dann der Länge nach. Das Mittelteil des Handtuchs in warmes Wasser tauchen und gut auswringen. Dann eine Wärmeflasche gefüllt mit warmem Wasser in das Handtuch legen und mit der feuchten Seite auf den rechten Oberbauch legen. Dann legt man sich auf das Badetuch im Bett und wickelt es sich herum. Mit einer Decke zudecken und mindestens 30 Minuten ruhen.

Buchtipp – Fasten

Das Fastenbuch von Elisabeth Rabeder: als diplomierte Fastenbegleiterin gibt sie im Buch „Fasten für ein neues Lebensgefühl“ hilfreiche Tipps zur individuellen Fasten-Anwendung und macht mit genussvollen, einfachen Rezepten die Fastenzeit schmackhaft.

Die heutige Gesellschaft braucht mehr denn je die Heilkräfte aus unserer Natur und die des Fastens um das Immunsystem zu stärken.

Elisabeth Rabeder, dipl. Fastenleiterin Bad Mühllacken

Tipp: mehr über das TEM-Zentrum und den Kurbetrieb der Marienschwestern in meinem Beitrag über Naturheilkraft in Bad Mühllacken.

Aus der Küche des Kurhauses stammt dieses gesunde Rezept, für alljene, die nicht ganz aufs Naschen verzichten können: Cantuccini, glutenfrei, ohne Zucker und vegan.

Info und Offenlegung: besten Dank an das Curhaus Bad Mühllacken für die Presse-Einladung zum Basenfasten.

Text und Fotos „Basenfasten Bad Mühllacken“, copyright by Sissi Munz

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