Nová Řiše Kloster, Sehenswürdigkeiten

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Besichtigung des südmährischen Prämonstratenser-Klosters

*Pressereise* Nová Řiše Kloster

Eine grenzüberschreitende Reise führte von Niederderösterreich über die tschechische Grenze in die naheliegende Region Vysocina, Südmähren. Unser Reiseziel ist der kleine Ort Nová Říše, deutsch Neureisch), genauer gesagt sein Kloster.

Der Ort selbst liegt etwa 30 km südlich von Jihlava (deutsch Iglau) und 10 km östlich von Telč (deutsch Teltsch), dem UNESCO Weltkulturerbe-Denkmal entfernt. Nová Říše ist somit ein interessantes Ausflugsziel, wenn man bereits in der Nähe ist.

Innenhof des Klosters Nova Rise mit Grünfläche
Innenhof des Prämostatenser Klosters

Nová Říše Kloster der Prämostratenser

Dieses Kloster hat eine lange, bewegte Geschichte! Wir erfahren diese vom Abt des Klosters, der uns am Eingangstor willkommen heißt. Die Abtei wurde zu Beginn des 13. Jhs durch den militärischen Befehlshaber Markvard aus Hrádek und seiner Frau Vojslava für die „Jungfrauen des Hl. Norbert“, die Nonnen des Prämostratenser-Ordens waren, gegründet. Obwohl während der Hussitenkriege das Frauenkloster fast ganz zerstört wurde, funktionierte der Orden weiter. Für den weiteren Fortbestand wurde es in ein Männer-Kloster umgewandelt und mit Mönchen aus Zábrdovice besiedelt. Im Jahre 1733 wurde es eine selbständige Abtei. Im Laufe der Zeit kam es durch zwei Brände zu Schaden, wurde aber wieder aufgebaut.

prachtvolle Kirche mit Altar

Nová Říše stand auch in Verbindung mit dem niederösterreichischen Stift Geras, das ca. 50 km entfernt liegt.

Während des 2. Weltkrieges wurde das Kloster von der Gestapo besetzt und konfisziert. Die Mönche wurden ins Konzentrationslager Ausschwitz deportiert. Nach dem Nazi-Regine nutzte man den Gebäudekomplex bis 1991 als Militär-Krankenhaus. Danach erhielt es der Orden wieder zurück. Heute leben dort neun Mönche, die den klösterlichen Betrieb führen.

Nová Říše Kloster-Sehenswürdigkeiten

Der bedeutendste Teil ist die prachtvolle Kirche der Hl. Peter und Paul aus der zweiten Hälftes des 17. Jhs. Sehenswerte Besonderheiten des Klosters von Nova Rise sind die Fresken, der hölzeren Predigtstuhl, die Orgel und vor allem die beeindruckende Bibliothek. Sie umfaßt mehr als 20.000 Bände.

prächtige Klosterbibliothek von Nova Rise mit Schreibtisch und Bücherregalen
das älteste Buch stammt ca. um 1400

Leider wurden die Fresken der Kirche teilweise schlecht und wenig professionell restauriert. Die Decke der Bibliothek ist mit Szenen aus dem Leben des Gründers des Prämostratenordens dem Hl. Norbert verziert.

prachtvolle Decken-Fresken der  Klosterbibliothek von Nova Rise
Szenen aus dem Leben des Ordensgründers

Der Konzertsaal beeindruckt mit Illusionsmalerei an den Wänden.

ein historischer Konzertsaal mit roten Stühlen
prachtvoller Konzertsaal
Decken mit Illusionsmalerei
Illusionsmalerei

Unter den Büchern befinden sich vier besonders wertvolle Herbarien aus dem 18. Jh. Sie dienen als Vorlage für die Verzierung der sogenannten „Neureischer Keramik“. Die Werkstatt liegt wenige Meter vom Kloster entfernt am Hauptplatz.

Im Kloster befindet sich auch ein Gedenksaal mit einer kleinen Ausstellung von Exponaten der mährisch-österreichischen Komponisten und Dirigenten-Brüder Paul und Antonin Vranicky, Zeit der Wiener Klassik.

Besichtigungen und Führungen sind im Juli und August gegen Voranmeldung möglich.

Ausflugs-Tipp
Ein weiteres Ausflugsziel in der Region Vysocina ist das Schloss Brtnice.

Info und Offenlegung: diese *Pressereise wurde ermöglicht auf Einladung der Region Vysocina, ein Interreg-Projekt, mitfananziert von der EU aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung.

Text und Fotos, Copyright by Sissi Munz

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