Kaiserin Sisi lässt grüßen-ein Denkmal

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Kaiserin Sisi (Elisabeth) ist so berühmt wie kaum eine andere Monarchin. Doch ihr Denkmal in Wien ist kaum bekannt. Lies mehr über eine Spurensuche.

 

Kaiserin Sisi Denkmal

Im Frühjahr, Sommer und Herbst mache ich gerne Spaziergänge im Volksgarten in der Wiener Innenstadt. Er erstreckt sich zwischen Dr. Karl Lueger Ring, dem Heldenplatz mit der imperialen Hofburg und dem Burgtheater. Es ist jedes mal eine bezaubernde Stimmung in diesem Stadtpark, der bei den Einheimischen wie bei Wien-Besuchern sehr beliebt ist.

Ich begebe mich auf Spurensuche nach Österreichs berühmtester Kaiserin, Kaiserin Sisi. 

 

Kaiserin Sisi Denkmal im Park

die Kaiserin in nobler Distanz

Kaiserin Sisi in nobler Distanz

Kommt man durch den Eingang vom Ballhausplatz/Burgtheater in den Volksgarten, so liegt gleich ganz links jener Teil, der dem Kaiserin Elisabeth-Denkmal gewidmet ist. Parkbesucher bekommen so das Denkmal in seiner gesamten Größe und Würde zu Gesicht.

Es ist ein ruhiger Ort. Nur wenige Parkbesucher und Touristen finden hierher. Meist bleiben sie beim Theseustempel oder streifen durch den prächtigen Rosengarten. Vielleicht ist diese Abgeschiedenheit ganz im Sinne der Kaiserin, die es nicht wirklich liebte „angegafft“ zu werden! Und so finde ich bei meinen Besuchen dort eher Menschen vor, die in ein Buch vertieft auf einer Bank sitzen. Andere ziehen sich in einer steinernen Nische zuück um die warmen Sonnenstrahlen auf sich wirken zu lassen.

 

Kaiserin Sisi als steinernes Denkmal

Kaiserin Sisi auf ihrem Thron

 

In der Gartenanlage des ehemaligen „Paradiesgartls“ befindet sich das marmorne Denkmal der berühmten Monarchin. Die weiße 2,5 m hohe Marmor-Statue ist ganz in der Architektur des Fin de siècle, im Jugendstil gehalten. Hier thront sie nun, unsere Kaiserin, auf einem Stufenpodest in idyllischer Umgebung. Sie wirkt in sich gekehrt blickend, in nobler Distanz zu ihren Betrachtern. Es weist kein Attribut auf eine Kaiserin hin. Das aufgeschlagene Buch neben ihr liegend, die Rosen und die beiden Hunde neben dem Sockel sollen die Monarchin wohl als Privatperon charakterisieren.

Der Mythos Kaiserin „Sisi“

Elisabeth war als Gattin von Kaiser Franz Joseph Kaiserin von Österreich-Ungarn. Mit ihrer Rastlosigkeit und Egozentrik legte Kaiserin Elisabeth (1837 – 1898) den Grundstein ihrer eigenen Legende für die Nachwelt. Sie war eine wunderschöne Frau. Zeitlebens fühlte sie sich aber unverstanden am kaiserlichen Hof und bei ihren Mitmenschen. Durch ihre vielen langen Reisen versuchte sie dem steifen Leben am Kaiserhof zu entfliehen, in ihre eigene einsame Welt. Bei einem Auslandsaufenthalt in der Schweiz wurde die Kaiserin in Genf Opfer eines Attentats und verstarb dort 1898.

Elisabeth soll sich selbst „Sisi“ genannt haben. Allerdings ist nicht sicher, ob es nicht eigentlich „Lisi“ war. Der Name war in ihren Schriften nicht eindeutig zu entziffern.

 

Kaiserin Sisi Denkmal in Parkanlage

 

Die Standortwahl für ein Denkmal hatte ursprünglich zu langen, mehrjährigen Debatten und Architekten-Ausschreibungen geführt. Schließlich war es Kaiser Franz Joseph I selbst, der die Entscheidung für einen passenden Ort des Denkmals traf. Er wählte ihn nahe der imperialen Hofburg, Das Denkmal wurde in seiner Anwesenheit 1907 enthüllt. – Ein sehr schöner Platz, auf dem Bild In den warmen Farben der herbstlichen Natur.

 

Denkmal mit Wasser-Bassin

Die legendären „Sisi“-Filme

Kaiserin Elisabeth wurde als „Sisi“ durch die Romy Schneider-Filme weltweit berühmt. Der erste Film wurde 1954 gedreht. Es folgten zwei weitere Fortsetzungen. Die Trilogie gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Kinofilmen, die teilweise in Schloss Fuschl am Fuschlsee und im Salzkammergut gedreht wurden. Diese Drehorte dienen heute noch dem Fremdenverkehr. Dabei erinnere ich mich an meine China-Reise. Wann immer ich meinen Namen „Si(s)si“ nannte, freuten sich die Chinesen sehr darüber. Sie kannten alle diese bezaubernden Sisi-Filme, die allerdings nicht sehr authentisch sind. So verhalf mir der gleiche Name im Ausland oft zu viel Sympathie! Also, wen wundert’s, dass ich ein besonderes Interesse an ihrer Person habe? Last but not least verbindet uns auch noch die Vorliebe des Reisens …

Meine Tipps – Kaiserin Sisi läßt grüßen

Das „Sisi Museum“ in der Hofburg unter der Michaelerkuppel gibt einen wunderbaren Einblick in das außergewöhnliche Leben der Kaiserin. Übrigens begraben ist die Kaiserin in der Kaisergruft oder Kapuzinergruft,, neben der Kapuzinerkirche in der Innenstadt. Es ist nur in kurzer Spazierweg von der Hofburg. Diese Gruft ist die Begräbnisstätte der Habsburger Familie.

Was dich sonst noch interessieren könnte

Ganz in der Nähe dieses Denkmal, nur wenige Schritte entfernt, liegt die kaiserliche Hofburg. Was es dort alles an besonderen Sehenswürdigkeiten zu sehen gibt, das findest du in diesem Beitrag Imperiales Wien; rund um die Hofburg

Die Sommerfrische (Zeit der heißen Sommermonate) verbrachte Sisi mit ihrem Mann Kaiser Franz Joseph regelmäßig in Bad Ischl, auch dort begegnet man immer wieder dem kaiserlichen Charme Von Salzburg nach Bad Ischl-kaiserlich!

Ein weiterer Park-Tipp ist der Stadtpark mit Denkmal des Walzerkönigs Johann Strauß, lies mehr darüber im Beitrag Stadtpark Wien, Lokale und Genuss im Grünen

SPEZIAL-TIPP für einen Foto-Streifzug

Für alle Foto-Begeisterten unter euch ist dieser Spezial-Tipp: die beiden Profi-Fotografinnen von Die Fotofüchse führen bei einem Innenstadt-Streifzug in den Volksgarten. Bei diesem Fotokurs (Handy oder Kamera) bieten u.a. der Theseustempel und das Sisi-Denkmal wundervolle Motive.

Kaiserin Sisi – Köstlichkeiten

Kaiserin Sisi war eine Liebhaberin von Mehlspeisen. Welchen Süßspeisen sie nicht wiederstehen konnte und wie ihr sie selber ausprobieren könnt, erfahrt ihr in diesen Beiträgen – ich kann nur sagen, köstlich! Rotweingugelhupf mit Schokolade und Sisi liebte Veilchen-Sorbet, hier die Sorbet Rezepte mit Veilchen-Marillen, köstlich!

 

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Bleibt mir abschließend nur zu sagen, Sissi und Sisi grüßen dich aus dem wunderschönen imperialen Wien!

 

Text und Fotos „Kaiserin Sisi“ ©Sissi Munz

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